21.08. Film „Die Unerwünschten“ + Küfa Prachttomate

(Français plus bas)

DEUTSCH:
Film die Unerwünschten + Küfa
21.08.2020
ab 19:00 Uhr
Gemeinschaftsgarten Prachttomate (Bornsdorfer Str., Berlin-Neukölln)

Bei unserer Küfa am 21.08.2020 im Gemeinschaftsgarten
Prachttomate in Berlin-Neukölln wollen wir den Dokumentarfilm "Die
Unerwünschten" der Regisseurin Sarah Moll zeigen.
In dem Film interviewt sie sechs Personen in Zellen der Abschiebehaft,
in den letzten Wochen vor deren Abschiebung.

Außer dem Dokumentarfilm wollen wir mit euch über die Politik der
Migrationsbürokratie sprechen, die Migrant*innen alltäglich
traumatisiert, trotzt ihres Bemühens, anzukommen und teilzuhaben.

Der Film ist auf Deutsch. Die Diskussion wird zweisprachig auf Deutsch
und Französisch stattfinden.

Wir freuen uns, die Veranstaltung in der Prachttomate, also draußen
machen zu können. Achtet nichtsdestotrotz auf euch und andere und haltet
Abstand.

Mehr zum Film: indifilm.de/project/die-unerwuenschten/
Mehr zur Prachttomate: prachttomate.de/

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FRANCAIS:

A notre Küfa le 21.08.2020 dans le jardin communautaire Prachttomate à
Berlin-Neukölln, nous voulons montrer le film documentaire "Die
Unerwünschten" de la réalisatrice Sarah Moll.

Dans le film, elle interviewe six personnes dans les cellules de la
prison d'expulsion, dans les dernières semaines avant leur expulsion.

Outre le film documentaire, nous voulons vous parler de la politique de
la bureaucratie des migrations, qui traumatise les migrant.e.s au
quotidien, malgré leurs efforts pour arriver et participer.

Le film est en allemand. La discussion sera bilingue en allemand et en
français.

Nous sommes heureux de pouvoir organiser l'événement dans le
Prachttomate, c'est-à-dire à l'extérieur. Néanmoins, prenez soin de vous
et des autres et gardez vos distances.

Die Situation der Geflüchteten und die Auswirkungen des Coronavirus / The situation of refugees and the impact of coronavirus

Unter diesem Link findet ihr unsere zweisprachige Broschüre. Die gibt es auch gedruckt. Wenn ihr eine Papier-Broschüre möchtet, schreibt uns gern an corasol@riseup.net

Under this link, you will find our text compilation in two languages. We also have let print it. If you want a paper version of our work, feel free to write us under corasol@riseup.net

Hinweise für die Video-Konferenz

Hallo liebe Teilnehmende unserer digitale Veranstaltung zur Situation von Geflüchteten in Zeiten von Corona,

hier endlich die letzten Infos zur Technik.

Um den Raum zu betreten, müsst ihr nur auf den Link klicken, und könnt
es im Browser öffnen, eine App herunterzuladen ist nicht nötig. Auch eine Registrierung ist nicht notwendig. Ihr könnt einfach euren Namen eingeben und als Gast beitreten.
Bitte tretet „mit Mikrofon“ ein, nicht „nur zuhören“.

Ihr landet zunächst in einem Warteraum und werdet bei veranstaltungsbeginn reingelassen.

Nutzt die Browser Firefox oder Chrome, nicht Safari oder Explorer. Eventuell müsst ihr auf eine neuere Version aktualisieren.

Bitte schaut nochmal, ob ihr eine halbwegs stabile Internetverbindung habt. Manchmal hilft es, näher am Router zu sein, oder ein LAN-Kabel zu nutzen, wenn das bei euch geht. Über www.breitbandmessung.de kann man auch rauskriegen, wie gut die Verbindung ist (z.B. an verschiedenen Orten in der Wohnung), auch fürs Handy.

Nutzt, falls ihr eins habt, bitte ein Headset, dann ist die Audioqualität besser.

Wenn ihr nicht reinkommt ins Webinar, öffnet das Pad:
https://pad.riseup.net/p/Hilfe_die_Technik_spinnt. Meldet euch dort im Pad oder im Chat. Es ist immer eine Perosn für Technik zuständig. Diese versucht mit euch die Technikprobleme zu lösen. Wenn ihr während der veranstaltung Technikprobleme habt, könnt ihr die Technikperson einfach über den privaten Chat anschreiben. Dafür klickt ihr auf Teilnehmer*in
Technik und öffnet einen privaten Chat.

Wir freuen uns, es wird spannend!

Liebe Grüße

Corasol

20/06: „la situation des réfugié.e.s et les répercussions du corona“ küfa en selfservice avec présentation en ligne / 20.06. „Die Situation der Geflüchteten und die Auswirkungen des Coronavirus“ Abholküfa mit Onlinevortrag

20. Juni: Abhol-/Liefer-Küfa mit Online-Infoveranstaltung


Liebe Leute,


zum internationalen Tag der Geflüchteten freuen wir uns sehr, euch zu einem doppelten Event einzuladen. Nämlich zur Veröffentlichung unserer Broschüre mit dem Titel „Die Situation der Geflüchteten und die Auswirkungen des Coronavirus“ und zu unserer ersten Liefer-Küfa.


Zum Essen haben wir einiges vor: Hefeteigbällchen mit gekochten Bohnen und dazu angebratenes Gemüses mit Tofu, kamerunischer Art! Das Essen ist gegen Spende, entweder zur Selbstabholung zwischen 19 und 21 Uhr im Heart’s Fear in der Wildenbruchstr. 24, oder wir liefern euch das Essen aus (in den Bezirken Neukölln, Alt-Treptow und Kreuzberg). Die Bestellung sollten bis max. Samstag, 20.06. um 13 Uhr bei uns eintreffen, damit wir gut planen können. Schickt uns wie viele Portionenihr möchtet unter der Nr. +16043739197. Sagt uns noch dazu, ob ihr selbst abholen kommt (wenn dann denkt bitte dran eine Tuperdose o.ä. mitzubringen) oder ggfls. an welcher Kreuzung euch das Essen geliefert werden sollte.


Unsere Broschüre bekommt ihr entweder mitgeliefert oder bei derAbholung. Es handelt sich um eine Sammlung von Texten, die den Alltag der Geflüchteten in Corona-Zeiten in Deutschland und an den Grenzen darstellt. Alle Texte gibt es auf Deutsch und Englisch. Damit nicht alles auf dem Papier bleibt, organisieren wir zu diesem Thema eine Video-Konferenz auf Big Blue Button. Die Konferenz fängt um 20 Uhr an und findet ebenfalls auf Deutsch und Französisch statt. Klickt zu der Uhrzeit einfach auf folgendem Link: webinar.solitech.org/b/kri-vqa-23j.Logt euch gern 10-15 Minuten vorher, damit wir eventuelle technische Probleme aus dem Weg gehen können.


Wir freuen uns auf euch!

Corasol

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20 juin: repas à emporter ou en livraison et vidéo-conférence


Salut tout le monde,


pour la journée internationale des réfugié.e.s nous sommes heureux.ses de vous inviter à un double événement. D’une part, à la publication de notre brochure dont le titre est „La situation des réfugié.e.s et les répercussion du coronavirus“ et d’autre part à notre première Küfa en livraison.


Au menu, nous avons pas mal de choses: beignets avec le haricot et en plus DG de légumes et tofu! Le repas est à prix libre et sera possible de venir chercher sur place, entre 19h et 21h au Heart’s Fear à la Wildenbruchstr. 24, ou bien nous vous proposons de livrer le repas (dans les quartiers de Neukölln, Kreuzberg et Alt-Treptow). Veuillez nous faire parvenir votre commande jusqu’au samedi 20/06 à 13h maximum pour que nous puissions nous organiser. Ecrivez au numéro suivant, combien de portions vous souhaitez et si vous venez chercher le repas vous-mêmes (essayer de venir avec un récipient pour transporter la nourriture) ou à quel croisement de rue vous voulez être livré.e.s: +16043739197.


Vous pourrez recevoir notre brochure lors de la livraison ou en venant chercher votre repas. Il s’agit d’un compilation de textes quireprésentent le quotidien des réfugié.e.s aux temps du coronavirus, en Allemagne ou aux frontières. Tous les textes sont en allemand et en anglais. Pour que tout cela ne reste pas seulement couché sur le papier, nous organiserons une vidéo-conférence sur ce thème sur Big Blue Button.La conférence commencera à 20h et se tiendra également en allemand et en francais. Il suffit de cliquer á l’heure dite sur le lien suivant: webinar.solitech.org/b/kri-vqa-23j.N’hésitez pas à vous connecter 10-15 minutes plutôt pour que nous puissions essayer de résoudre d’éventuels problèmes techniques en amont.


A bientôt,

Corasol

Lager abschaffen! Demo am 01. Juni 13:30 in Potsdam

Hier folgt den Aufruf vom Flüchtlingsrad zu der Fahrrad-Demo am 01. Juni in Potsdam: „Lager abschaffen!“

Wir besuchen die Heime (Gemeinschaftsunterkünfte) mit dem Fahrrad.
Danach gibt es 4 Kundgebungen in der Potsdamer Innenstadt.
1. Juni, Potsdam: Wir laden alle ein!
Tragt euch online ein, damit wir etwa gleich viele Leute bei den einzelnen Aktionen sind:
https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps
13:30 Uhr: Start der Fahrrad-Demos zu Gemeinschaftsunterkünften
1. Nord-Route:
Start an GU Lerchensteig 49–51 → GU David-Gilly-Str. 5 → Brandenburger Tor
2. Süd-Route:
Start an GU Handelshof 20 → GU An der Alten Zauche 2b → GU An den Kopfweiden 30 → Landtag
3. West-Route:
Start an GU An der Pirschheide 13 → GU Zeppelinstr. 55 → GU Dortustraße 45a → Innen- und Sozialministerium
4. Ost-Route:Start an GU Grotrianstraße 13 → GU Konsumhof 1– 5 → Rathaus Potsdam
15 Uhr: Start der Kundgebungen mit vier Orten in Potsdam
1. Brandenburger Tor
2. Landtag * Haltestelle Alter Markt
3. Innen- und Sozialministerium * Henning-von-Tresckow-Str. 13
4. Rathaus Potsdam * Friedrich-Ebert-Straße 79-81
Beachtet bitte den Infektionsschutz
Haltet den Mindestabstand von 1,50 m ein und tragt Mund-Nasen-Schutz!
Jede*r soll sicher demonstrieren können!

Demobündnis: Wer macht alles mit?
Flüchtlingsrat Brandenburg, We‘ll come United Berlin/Brandenburg, Refugees Emancipation, Women in Exile,International Women* Space, Barnim für alle, Seebrücke Potsdam, Potsdam Konvoi, polar Potsdam, United Action, FEM- Forum des Empowerments und Teilhabe für Migranten e.V. und EinzelpersonenWohnungen statt Massenunterkünfte!
Das Leben in den Sammelunterkünften ist unmenschlich. Viele Menschen müssen dort auf engem Raum wohnen. Sie müssen sich Toilette, Dusche und Küche mit vielen Menschen teilen. Wenn die Bewohner*innen Einkommen haben, bezahlen sie für einen Platz in einem Mehrbettzimmer bis zu 400 Euro (in Potsdam), in Oberhavel sogar bis zu 500 Euro. Es gibt keine Ruheräume. Das macht vor allem Frauen und Kinder krank.
Manche Menschen wohnen dort viele Jahre lang. Sie dürfen nicht in eine andere Wohnung ziehen. Sie dürfen kein eigenes WLAN haben. Die Lager sind oft am Rand oder außerhalb von Siedlungen. Bis zur Bushaltestelle müssen sie oft lange Wege laufen.
Die Gefahr des Virus‘ Covid-19 ist in Heimen sehr groß. „Abstand halten“ und Desinfektion sind hier unmöglich.
Wenn ein Mensch mit Covid-19 infiziert ist, wird die ganze Unterkunft unter Quarantäne gestellt. Das enge Wohnen führt häufig dazu, dass immer mehr Menschen sich infizieren (z.B. in Hennigsdorf). Wir sagen: Das ist ein Verbrechen!
An die Kommunen, Landkreise und Landesregierung:
In der Corona-Krise: Die Menschen müssen sofort in Wohnungen und Hotels ziehen können: Stoppt die Infektionsgefahr in den Massenunterkünften!

Für immer:
// Sammelunterkünfte und Mehrbettzimmer abschaffen!
// Für das Recht, in einer eigenen Wohnung zu leben – Mehr Wohnungen für Alle!
// Stoppt die Isolation der Bewohner*innen: Schafft einfachen Zugang zu Schulen, öffentlicher Nahverkehr, Kultur und Kontakte mit Nachbar*innen!
// Für ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben der Bewohner*innen: Sie sollen selbst entscheiden dürfen: Mit
wem sie wohnen. Was sie kochen. Oder was und wann sie essen möchten!
// Für mehr Privatsphäre und sichere Toiletten und Duschen!
Evakuiert die EU-Lager!
Wir sind wütend: In den Flüchtlingslagern in Griechenland leben zehntausende Menschen hinter Stacheldraht und Zäunen. Sie möchten nach Europa, aber sie dürfen nicht. Sie haben dort nicht genug Medizin, kein warmes Wasser, keine eigenen Toiletten und Duschen. Sie können sich nicht vor Krankheiten wie COVID-19 schützen.
Die Lebensgrundlage und Hoffnungen der Menschen werden zerstört. Rechte machen Jagd auf die Flüchtlinge und Helfer*innen. Die EU und Deutschland haben die Verantwortung für die Situation. Die Menschen können ihr Asylrecht nicht nutzen.

An die Landesregierung:
Für ein Landesaufnahmeprogramm: Brandenburg soll sofort mehr Menschen aus den Lagern in Griechenland holen. Rechtsgutachten (https://t1p.de/tyzc, https://t1p.de/v4gx) zeigen, dass das möglich ist.

An die Kommunen und Landkreise:
// Macht Druck auf Landes- und Bundesregierung, werdet „Sicherer Hafen“ wie u.a. Teltow, Potsdam, Potsdam-
Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree und viele andere Kommunen in Deutschland!
// Macht mehr Familienzusammenführungen möglich!
Wir fordern ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben für Alle!

Kontakt:
WhatsApp – We’ll Come United Berlin/Brandenburg: +49 163 160 17 83
Telefon – Flüchtlingsrat: +49 331 71 64 99
www.fluechtlingsrat-brandenburg.de
#LeaveNoOneBehindNowhere #CloseTheCamps

Offener Brief der Gruppe Initiative gegen das EU-Grenzregime in Afrika

Initiative gegen das EU-Grenzregime in Afrika

Berlin, 24.05.2020

Offener Brief an die Abgeordneten des Bundestags

Keine Verlängerung der Mandate für EUTM Mali und MINUSMA

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 29. Mai werden Sie über die Verlängerung der Mandate für MINUSMA und EUTM Mali abstimmen. Wir möchten Ihnen nahelegen, diese Entscheidung gründlich zu überdenken und dem Einsatz Ihre Zustimmung zu versagen.

Seit nunmehr sieben Jahren stimmt der Bundestag einmal jährlich für den Einsatz der Bundeswehr in Afrika, leider, ohne dass die Debatte die wirklich grundlegenden Fragen aufgreift. Es geht um viel: Nicht nur um fast drei Milliarden Euro, die von allen Ministerien zusammen für Projekte in der Sahelzone für das Haushaltsjahr 2020 vorgesehen sind, davon 43 Prozent für den Einsatz der Bundeswehr in Mali. Es geht viel mehr um das Leben vieler Menschen. Die Sicherheitslage in Mali, darin sind sich alle Beobachter•innen einig, verschlechtert sich zunehmend1 – trotz der siebenjährigen Intervention. Es droht ein Scheitern wie in Afghanistan.

Welchen Sinn hat ein Militäreinsatz, wenn sich die Lage vor Ort immer weiter von den gesetzten Zielen des Einsatzes wegbewegt? Der Bundesregierung wie auch den Vereinten Nationen fallen in dieser desaströsen Situation nur Durchhalteparolen ein. Doch genügt es noch, sich selbst an den hehren Zielen des Einsatzes zu berauschen, wenn die Ziele zunehmend realitätsfern werden? Vermag der beschworene „integrierte militärisch-zivilen Ansatz“, wirklich „Frieden, Sicherheit und Stabilität“ zu schaffen, gar „Wohlstand und Beschäftigung für alle“?2 Oder sollen alle Zweifel mit schön klingenden Worten beschwichtigt werden, bis nächstes Jahr?

Der Bericht der Bundesregierung beschreibt sehr eindringlich die Problemlage in dieser Region:

  • soziale Konflikte, die von sich islamistisch gebenden Gruppen instrumentalisiert werden;
  • kein Vertrauen eines Großteils der Bevölkerung in staatliche Autoritäten, die als korrupt und unfähig wahrgenommen werden;
  • Machteliten, die sich durch „Volksferne“ auszeichnen und keinen Willen zur Lösung der Konflikte erkennen lassen.

Doch bei dieser Beschreibung bleibt die Bundesregierung stehen. Die Frage, wodurch diese Probleme bedingt sind, und ob eine militärische Unterstützung von außen zur Wiederherstellung von Staatlichkeit3 Erfolgsaussichten hat, diese Frage wird nicht gestellt.

Uns drängt sich der Eindruck auf, dass es der Bundesregierung, entgegen ihren Verlautbarungen, gar nicht vorrangig um Sicherheit und Stabilität in Mali geht, zumindest nicht um die Sicherheit der malischen Bevölkerung. Ist etwa der ständige Sitz im Sicherheitsrat, der bei einem Abzug der Bundeswehr in Gefahr wäre, der Grund, der für den Einsatz den Ausschlag gibt, und nicht die hehren Ziele? Oder ist es der Wille, sich neben der alten Kolonialmacht Frankreich keinen Einfluss in der Region verschenken zu wollen? Mit deren Militärmission Barkhane MINUSMA eine Arbeitsteilung eingeht: Frankreich für die direkte blutige Terrorismusbekämpfung, MINUSMA für deren Absicherung.

Oder ist es der Grund, die europäische Sicherheit vor der Gefahr von „Terrorismus, organisierter Kriminalität und illegaler Migration“4 verteidigen zu wollen, und deshalb mit Militär in diesen Ländern präsent zu sein?

Wir halten diese Formel für schlichtweg falsch. „Illegal“ wurde die Migration in der Sahelzone erst ab dem Zeitpunkt, als die EU mit Finanzhilfen und Druck eine Reihe von Sahelstaaten zu scharfen Anti-Migrationsgesetzen bewegte, bis dahin war Bewegungsfreiheit in der ECOWAS-Zone ein Grundrecht. Und es ist eine Binsenweisheit: Je stärker die Repression, desto stärker sind Migrant•innen auf Fluchthelfer•innen angewiesen. Aus Transportunternehmern wurden Kriminelle gemacht.5

Mit einer fragwürdigen Formel kann kein Militäreinsatz begründet werden. Wir schlagen vor, bevor Sie einem sinnlosen Militäreinsatz Ihre Zustimmung geben, sich zuerst mit den negativen Folgen dieser Militäreinsätze zu befassen:

  • In einem Interview zog der französische Politikwissenschaftler Marc-Antoine Pérouse de Montclos das Fazit:

„Der Krieg ist nicht zu gewinnen, denn das Grundproblem ist kein militärisches. Die Lösung ist in erster Linie politisch, denn das Grundproblem ist schlechte Regierungsführung und die Unfähigkeit der Staaten, Konflikte anders als durch Repression zu lösen. […] Im Moment hält die internationale Gemeinschaft korrupte und oft autoritäre Regime künstlich an der Macht. Militär- und Finanzhilfe ermutigt nicht zu Reformen, sie ist eine Art Lebensversicherung für diese Regime.6

  • Nach Angaben der Menschenrechtsabteilung von MINUSMA begingen reguläre malische Sicherheitskräfte in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 101 außergerichtliche Hinrichtungen, 32 Fälle von Verschwindenlassen, 32 Fälle von Folter und 116 willkürliche Verhaftungen.7
    Kann es sein, dass die Sicherheitskräfte, die EUTM Mali ausgebildet hat, weniger Teil der Lösung als vielmehr Teil des Problems sind?

Es ist keine leichte Aufgabe, die Konsequenzen aus einem gescheiterten Unternehmen zu ziehen. Auch ein Abzug will gut geplant sein – und hoffentlich sein Ersatz durch neue Konzepte zur Unterstützung der Selbstbestimmungsbestrebungen aus der Zivilgesellschaft, nicht korrupter Machteliten.

Mit freundlichen Grüßen

Initiative gegen das EU-Grenzregime in Afrika


  1. Nach dem Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen vom 20.03.2020 wurden in diesem Jahr neun malische Soldat•innen und 247 Zivilist•innen getötet. Quelle: https://minusma.unmissions.org/sites/default/files/s_2020_223_e.pdf↩︎
  2. Bericht der Bundesregierung zur Lage und zum deutschen Engagement in Mali/Sahel, 25.03.2020, BT-Drs. 19/18080.↩︎
  3. Ebd. S. 12.↩︎
  4. So der Bundesaußenminister in seiner Rede am 13.05.2020, BT-PlPr 19/159, S. 19738 C.↩︎
  5. „Exclusiv im Ersten: Grenzen dicht! Europas Schutzwall in Afrika.“ ARD, 06.08.2018, https://classic.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Exclusiv-im-Ersten-Grenzen-dicht/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=54868894 ↩︎
  6. „Der Krieg ist nicht zu gewinnen“: Interview mit Marc-Antoine Pérouse de Montclos. In: taz, 09.03.2020, https://taz.de/Politologe-ueber-Islamismus-in-Sahelzone/!5666568/↩︎
  7. MINUSMA Division des droits de l‘homme et de la protection: Note sur les tendence des violations et abus de droits de l’homme 1er Janvier – 31 Mars 2020. http://minusma.unmissions.org/sites/default/files/note_trimestrielle_sur_les_endances_des_violations_et_abus_des_droits_de_lhomme.pdf S. 5 f.↩︎

Support Moria!

Support Moria! Lager evakuieren – jetzt! Ein kleines Video von unserer Gruppe. Ein kleiner Beitrag zu den verschiedenen Appellen, Geflüchtete an den Grenzen Europas zu unterstützen.

Soutenez Moria ! Evacuer les camps – maintenant ! Une petite vidéo de la part de notre groupe. Notre modeste participation aux différents appels de soutien pour les réfugié.e.s aux frontières européennes.

#Leavenoonebehind
https://www.youtube.com/watch?v=EPz9b_MjFVA

#LeaveNoOneBehind #solidaritätgrenzenlos

Notre contribution pour la manif virtuelle de Seebrücke (malheureusement, seulement sur Facebook, car la vidéo est trop lourde pour le blog)
Unser Beitrag zur Online-Demo von Seebrücke (leider nur auf Facebook, da das Video zu schwer für den Blog ist)

#LeaveNoOneBehind #solidaritätgrenzenlos

Notre contribution pour la manif virtuelle de Seebrücke:Unser Beitrag zur Online-Demo von Seebrücke:

Gepostet von Corasol am Montag, 30. März 2020

Offener Brief – Triggerwarnung: sexualisierte Gewalt // Lettre ouverte – Avertissement sur le contenu : violence sexuelle // Open Letter: content warning: sexualised violence

FRANCAIS:                                                        Berlin, le 22 Mars 2020

Lettre ouverte – Avertissement sur le contenu : violence sexuelle


Nous, Corasol, nous vous adressons ce mot pour vous informer d’un grave incident qui s’est passé au sein de notre groupe.


Une femme réfugiée, S., étant dans une situation difficile dans un Heim en Saxe a reçu il y a quelques semaines par le biais d’un intermédiaire le contact d’un membre de notre groupe. S. avait besoin d’aide et espérait trouver à Corasol le soutien dont elle avait besoin. Elle a donc pris contact avec ce membre de notre groupe qui s’appelle Win(son) K. et se fait appeler aussi « Chancelier ». Il lui a dit de venir à Berlin pour rencontrer le groupe. S. ne connaissait pas du tout Berlin et était alors totalement dépendante de Chancelier pour s’orienter dans la ville.Chancelier a sciemment abusé de sa situation de pouvoir sur S. et lui a imposé des conditions qu’elle devait remplir sans quoi il ne lui permettrait pas de rencontrer notre groupe. Il se presentait comme une personne ayant du pouvoir dans notre groupe que tout le monde écoutent. Chancelier lui a d’abord demandé de l’argent en l’échange duquel il l’amènerait à notre réunion. Par la suite, il l’a forcée à avoir des rapports sexuels avec lui, à plusieurs reprises soit en la menaçant de lui retirer le soutien du groupe si elle ne se pliait pas à sa volonté, soit en échange d’un espace où dormir et de tickets transport, car S. lui avait donné tout l’argent qu’elle possédait pour pouvoir assister à la première réunion. S. s’est sentie intimidée et isolée par les menaces de Chancelier et était aussi dépendante de lui financièrement.


Finalement, après une dizaine de jours, S. a décidé de se confier à une autre personne. L’information s’est d’abord répandue à un petit nombre de personnes du groupe, avec l’accord de S., puis à tout le groupe. Ces faits nous ont extrêmement choqués en tant qu’un groupe qui lutte contre les discriminations et appelle à la solidarité. Nous avons directement soutenu S. de différentes façons et avons convenu avec son accord de confronter Chancelier à ses actes et par la même de l’exclure de notre groupe. Lors de la confrontation, ce dernier a nié les faits, mais nous avons clairement exprimé que nous nous nous en tenions à la version de S.


En plus d’exclure Chancelier de notre groupe, il est important pour nous de rendre cette agression publique pour empêcher que les mêmes actes puissent se reproduire. Nous voulons informer les autres que ce genre de pratiques peut arriver n’importe où. Faites attention les un.e.s aux autres et brisez cette culture de silence autour des agressions sexuelles. Pour nous, en tant que groupe, l’histoire ne s’arrête pas là. Nous condamnons les agressions commises par cet ex-membre de notre groupe et allons nous pencher sur les structures internes de Corasol pour réfléchir à comment nous avons pu en arriver à une telle situation.


Nous sommes tou.te.s concerné.e.s par les pratiques sexistes, racistes et les agressions sexuelles qui se passent dans notre société, dans nos groupes, nos familles et dans notre entourage. Soyons vigilant.e.s aux signes, réfléchissons à nos propres pratiques et agissons quand nous sommes confronté.e.s à des cas pareils.
Le racisme institutionel en Allemagne, les lois éxclusifs, sont le contexte de la situation. Ils créent le la dépendance et la vulnérabilité. Le manque des droits et d’égalité risque de créer des abus de pouvoir, partout. Une protection contre la violence sexuelle et l’abus sont, entre autres, la reduction de la vulnérabilité des personnes illegalisé.es oú mises en risque par le racisme institutionel. 


Si jamais, vous avez subi une agression similaire ou rencontré des difficultés liées à une personne de notre groupe, n’hésitez pas à nous contacter à l’adresse mail suivante corasol-notfall@riseup.net, dédiée à ce sujet. Si des informations nous sont transmises à cette adresse, elles seront traitées avec discretion et, en tant que groupe, nous prendrons des mesures sérieuses.


Salutations solidaires,

Corasol


ENGLISCH:

Open Letter: content warning: sexualised violence 


We, Corasol, are sending you this note to inform you of a serious incident that has taken place within our group.


A refugee woman, S., being in a difficult situation in a Heim in Saxony, received a few weeks ago through an intermediary the contact of a member of our group. S. needed help and hoped to find the support she needed in Corasol. So she got in touch with this member of our group who is called Win(son) K. and also calls himself „Chancelier“. He told her to come to Berlin to meet the group. S. didn’t know Berlin at all and was then totally dependent on Chancelier for orientation in the city. Chancelier deliberately abused his position of power over S. and imposed conditions on her that she had to fulfil, otherwise he would not ena her to meet our group. He presented himself as a very powerful person in the group, to whom everyone is listening. Chancelier first asked her for money in exchange for which he would bring her to our meeting. Then he forced her to have sex with him, either by threatening to take away the group’s support if she did not comply, or in exchange for a place to sleep and transportation tickets, because S. had given her all the money she had to attend the first meeting. S. felt intimidated and isolated by Chancelier’s threats and was also financially dependent on him.


Finally, after about ten days, S. decided to confide in someone else. The information spread first to a small number of people in the group, with S.’s agreement, and then to the whole group. These facts shocked us extremely as a group that fights discrimination and calls for solidarity. We directly supported S. in various ways and agreed with her agreement to confront Chancelier S. with her actions and thereby exclude him from our group. During the confrontation, Chancelier denied the facts, but we made it clear that we were sticking to S.’s version.


In addition to excluding the Chancelier from our group, it is important for us to make this aggression public in order to prevent the same acts from happening again. We want to inform others that this kind of practice can happen anywhere. Be careful of each other and break this culture of silence around sexual assault. For us, as a group, the story doesn’t end there. We condemn the assaults committed by this former member of our group and will look at the internal structures of Corasol to reflect on how we came to this situation.


We are all concerned about the sexist, racist practices and sexual assaults that take place in our society, in our groups, in our families and in our surroundings. Let us be alert to the signs, think about our own practices and act when we are confronted with such cases.


In a context of institutional racism in Germany, some people are particularly vulnerable and are more likely to find themselves in situations of dependency due to lack of rights and access to resources. Exclusion through lack of rights and discrimination makes people more vulnerable and creates the risk of abuse, everywhere. Where people have power over people, abuse can happen. Therefore, more rights and less racist discrimination are also part of protection against sexist violence and various forms of exploitation.


If you had to experience such an aggression or difficulties in relation with a member of our group, we invite you to write to us to the mail address corasol-notfall@riseup.net which is dedicated to this matter. If informations are sent to us through this channel, we will treat them with lot of discretion and we will take serious decisions in relation to them.


Greetings of solidarity,

Corasol


DEUTSCH:

Offener Brief  – Triggerwarnung: sexualisierte Gewalt


Wir, Corasol, schicken diese Mitteilung, um über einen schwerwiegenden Vorfall in unserer Gruppe zu informieren.


Eine geflüchtete Frau, S., die sich in einer schwierigen Situation in einem Heim in Sachsen befand, erhielt vor einigen Wochen über einen Vermittler den Kontakt zu einem Mitglied unserer Gruppe. S. brauchte Hilfe und hoffte, in Corasol die nötige Unterstützung zu finden. So nahm sie Kontakt zu diesem Mitglied unserer Gruppe auf, der Win(son) K. heißt und sich selbst auch „Chancelier“ nennt. Er sagte ihr, sie solle nach Berlin kommen, um die Gruppe zu treffen. S. kannte Berlin überhaupt nicht und war dann für die Orientierung in der Stadt völlig auf Chancelier angewiesen.Chancelier hat seine Machtposition gegenüber S. bewusst missbraucht und ihr Bedingungen auferlegt, die sie erfüllen musste, da er ihr sonst nicht ermöglicht hätte, unsere Gruppe zu treffen. Er stellte sich als sehr mächtige Person in unserer Gruppe da, auf den alle hören. Er forderte zunächst Geld, für das er sie zu unserem Treffen bringen würde. Dann zwang er sie zum Sex mit ihm, entweder durch die Drohung, ihr die Unterstützung der Gruppe zu entziehen, wenn sie sich nicht fügte, oder im Tausch gegen Schlafplatz und Fahrkarten, weil S. ihm das gesamte Geld für die Teilnahme an der ersten Sitzung gegeben hatte. S. fühlte sich durch die Drohungen von Chancelier eingeschüchtert und isoliert und war auch finanziell von ihm abhängig.


Nach etwa zehn Tagen beschloss S. schließlich, sich einer anderen Person anzuvertrauen. Die Informationen verbreiteten sich mit S.’s Einverständnis zunächst an eine kleine Anzahl von Personen in der Gruppe und dann an die gesamte Gruppe. Diese Tatsachen haben uns als Gruppe, die gegen Diskriminierung kämpft und zur Solidarität aufruft, extrem schockiert. Wir haben S. in verschiedener Weise direkt unterstützt und sind mit ihrem Einverständnis übereingekommen, Chancelier mit seinen Taten zu konfrontieren und ihn aus unserer Gruppe auszuschließen. Während der Konfrontation bestritt Chancelier die Angaben, aber wir machten deutlich, dass wir an S.’s Version festhalten.
Neben dem Ausschluss von Chancelier aus unserer Gruppe ist es uns wichtig, dass wir diese sexualisierte Gewalt öffentlich machen, um zu verhindern, dass sich die gleichen Taten wiederholen. Wir möchten andere darüber informieren, dass solche Taten überall vorkommen können. Seid vorsichtig miteinander und brecht diese Kultur des Schweigens über sexualisierte Gewalt. Für uns als Gruppe ist die Geschichte damit nicht zu Ende. Wir verurteilen die Übergriffe dieses ehemaligen Mitglieds unserer Gruppe und werden die internen Strukturen von Corasol untersuchen, um zu überlegen, wie es soweit kommen konnte.


Wir alle sind besorgt über die sexistischen, rassistischen Praktiken und sexualisierte Gewalt, die in unserer Gesellschaft, in unseren Gruppen, in unseren Familien und in unserer Umgebung stattfinden.Wir sollten auf die Zeichen achten, über unsere eigenen Praktiken nachdenken und handeln, wenn wir mit solchen Fällen konfrontiert werden.


 In einem Kontext von institutionellem Rassismus in Deutschland sind manche Menschen besonders vulnerabel und können sich aufgrund von fehlenden Rechten und Zugang zu Ressourcen leichter in Abhängigkeitsverhältnissen wiederfinden. Ausschluss durch fehlende Rechte und Diskriminierung macht Menschen vulnerabler und schaffen das Risiko von Ausbeutung, überall. Wo Menschen Macht über Menschen haben, kann Missbrauch passieren. Deswegen sind mehr Rechte und weniger rassistische Diskriminierung auch Teil von Schutz vor sexistisicher Gewalt und verschiendenen Formen von Ausbeutung.


Wenn ihr auch eine übergriffige Situation oder Schwierigkeiten erfahren habt, die ein Mitglied unserer Gruppe involvieren, wären wir dankbar, wenn ihr uns auf dieser gesonderten Mailadresse: corasol-notfall@riseup.net schreibt. Wir werden vertraulich mit diesen Informationen umgehen, wenn welche zu uns kommen, und werden daraus Konsequenzen ziehen.


Solidarische Grüße

Corasol

15. März: Demonstration am Internationalen Tag gegen Polizeigewalt / march, 15th: demonstration on the Day Against Police Brutality / 15 mars: manifestation pour la journée contre la violence policière

Aufruf/Call/Appel//Çağrı//

***Deutsch***

Zum internationalen Tag gegen Polizeigewalt am 15.03.2020 lädt die Kampagne „Death in Custody – Aufklärung von Tod in Gewahrsam jetzt!“ zur bundesweiten Demonstration in Berlin Moabit ein. Death in Custody ist ein Bündnis von verschiedenen antirassistischen, antikolonialen Gruppen und Einzelpersonen.

Immer wieder sterben in Deutschland Schwarze und People of Color in Gewahrsam von Polizei und anderen staatlichen Institutionen. Oft werden die Opfer kriminalisiert, die Tatumstände seitens der der Ermittlungsbehörden vertuscht, während die Täter_innen straffrei davon kommen und in der weißen deutschen Dominanzgesellschaft das Schweigen über diese Todesfälle herrscht. Der Tod in Gewahrsam von rassifizierten Personen hat eine lange Tradition in Deutschland und Europa. Lasst uns gemeinsam gegen dieses kolonialrassistische System auf die Straße gehen und das Schweigen brechen!

In Gedenken an die Opfer und in Solidarität mit den Angehörigen fordern wir die umfassende Aufklärung der Todesfälle, Verurteilung der Täter_innen, Stärkung der Rechte der Betroffenen und wirksame Konsequenzen auf allen gesellschaftlichen Ebenen, um weitere Todesfälle zu verhindern!

Treffpunkt: 14:00 U-Turmstraße

++ Als Musik-Acts mit dabei sind:
Attackiert Das System
Carmel Zoum
Matondo
Mc Josh mit DJ Support: Eyeris Mxs.

#DeathInCustodyDE

www.deathincustody.de


***English***


On 15.03.2020, the International Day Against Police Brutality, the campaign Death in Custody invites you to a nationwide demonstration in Berlin-Moabit. Death in Custody is an alliance of various anti-racist, anti-colonialist groups and individuals.

Time and again in Germany Black people and People of Color die in police custody and other state institutions. The victims are often criminalized, the circumstances of the case on the part of the authorities are covered up while the perpetrators emerge unscathed and, in the dominant white German society, silence on deaths prevails. The deaths in custody of racialized persons has a long tradition in Germany and Europe.
Together we can take to the streets against this colonial-racist system and break the silence!
In memory of the victims and in solidarity with families we demand the complete clarification of deaths, the conviction of perpetrators, the strengthening of the rights of those affected, and effective consequences at all levels of society to prevent further deaths!


Meeting place: 2pm U-Bahn Turmstraße

#DeathinCustodyDE

www.deathincustody.de


***Français***

À l’occasion de la Journée internationale contre les violences policières du 15 mars 2020, la campagne Death in Custody (Mort en détention) vous invite à participer à une manifestation nationale à Berlin Moabit. Death in Custody est une alliance de divers individus et groupes antiracistes et anticolonialistes.

De façon répétée en Allemagne, des personnes Noires et de Couleur (People of Color) meurent en détention par la police et les institutions étatiques. Souvent, les victimes sont criminalisées, les circonstances du crime dissimulées par les autorités en charge de l’enquête, tandis que les auteurs s’en tirent à bon compte et que dans une société allemande à dominance blanche le silence règne autour des décès. La mort en détention de personnes racisées fait l’objet d’une longue tradition en Allemagne et en Europe.

Descendons ensemble dans la rue afin de lutter contre ce système raciste et colonialiste et briser le silence!

En mémoire des victimes et par solidarité avec les proches, nous revendiquons de faire toute la lumière sur les décès, de condamner les auteurs, de renforcer les droits des personnes concernées par les violences, ainsi que des prendre les mesures nécessaires et conséquentes à tous les niveaux de la société, afin de prévenir de futurs morts!

Rendez-vous : 14:00 U-bahn Turmstraße


#DeathinCustodyDE

www.deathincustody.de

***Türkçe***

15 Mart 2020’de Uluslararası Polis Şiddetine Karşı Gün için Death in Custody Kampanyası (Gözetim Altındayken Ölüm) sizi Berlin Moabit’te Almanya çapında düzenlenen eyleme davet ediyor. Death in Custody Kampanyası , çeşitli ırkçılık karşıtı, anti-kolonyal gruplarının ve bireylerin ittifakıdır.

Almanya’da Siyah insanlar ve diğer beyaz olmayan insanlar (People of Color) polis ve devlet kurumlarında gözetim altındayken öldü. Mağdurlar çoğu zaman suçlu olarak kalırken, soruşturma ve ölüm koşulların soruşturma makamları tarafından örtülürken, failler cezasız kalıyor ve egemen olan beyaz Alman toplumu bu ölümler karşısında sessiz kalıyor. Siyah insanların ve diğer beyaz olmayan insanların gözetim altındayken ölmelerinin Almanya ve Avrupa’da uzun bir geleneği vardır.

Bu kolonyalist ve ırkçı sisteme karşı sokaklara çıkalım ve sessizliği bozalım!

Mağdurların anısına ve akrabalarıyla dayanışma içinde, ölümlerin tam aydınlatılmasını, faillerin mahkum edilmesini, mağdur haklarının güçlendirilmesini ve tüm toplumsal seviyelerde daha fazla ölümü önlemek için etkili önlemlerin alınmasını talep ediyoruz!


Buluşma noktası: 14:00 U-Turmstrasse

#DeathInCustodyDE

www.deathincustody.de